Der Weg zum Industriedenkmal
Denkmal-Wertbegründung
Das Westfälische Amt für Denkmalpflege kam am 29. Juni 1994 zu dem Ergebnis, dass die Brennerei bedeutend für die Geschichte der Gemeinde Hille ist.
denkmalgeschützte Gebäude einschließlich Gesindehaus mit Wacholderbrennerei nach Abriss der Nebengebäude im Juli 1996
Denkmal-Umfang
Folgende Bestandteile der Brennerei wurden von den Fachleuten hervorgehoben:
- das Brennereigebäude mit Satteldach, Rundbogeneisensprossenfenster und Sackaufzug
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das Kesselhaus mit Pultdach und Holzsprossenfenster mit Rundbogen
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das Nebengebäude mit Brennraum und Wacholderbrennblase Nr. 1a (ca. 425 l) mit kompletten Armaturen, Kühlern und mehreren Blasen, hölzerne Bütt zur Vorbereitung der Wacholdermaische und Sozialräumen. Das denkmalgeschützte Gesindehaus wurde am 18.11.98 abgerissen.
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der quadratische Kamin
- die Ausstattung, u. a.
- liegende Einzylinder-Dampfmaschine von 1895
- Transmissionswelle im Brennraum
- glasgekapselter Feinspritturm mit Kühlern und Leitungen sowie Zähleinrichtung mit Armaturen
- Rohspritturm Nr. 1a
- Gärbottiche und Henzedämpfer
- genieteter Flachbodenwasserbehälter
- Schrotmühle
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Bedeutung
Die gesamte Technik der Kornbrennerei ist so gut erhalten, dass jeder einzelne Arbeitsgang der Alkoholerzeugung nachvollziehbar ist.
Industriedenkmal
Der Kulturausschuss beschloss am 18. April 1995 einstimmig, die alte Kornbrennerei Christian Meyer unter Denkmalschutz zu stellen. Drei Monate später am 17. Juli 1995 wurde sie in die Denkmalliste der Gemeinde Hille eingetragen.
Dadurch war der Eigentümer nur zum Erhalt der Substanz verpflichtet, aber nicht zur Renovierung oder Sanierung.
Es begann ein langer, arbeitsreicher Weg zum ...
Brennereimuseum
In der Folgezeit wurde über eine Zukunftsperspektive nachgedacht, dann ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept erarbeitet und zahlreiche Anträge gestellt. Fast fünf Jahre später begannen im April 2000 die Restaurierungsarbeiten am und im Gebäude (siehe Fotogalerie), bevor ab Mai 2001 die Brennereiausstattung auf Vordermann gebracht wurde.
Eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben wurde das Brennereimuseum schließlich am 3. Mai 2002.
Brennerei ohne Gesindehaus nach Restaurierung




