Buernregeln un Läbensklogheet
Bauernregeln treffen dort zu, wo sie entstanden
Die meisten Bauernregeln stimmen, meint Wetterbuch-Autor Günter Roth - aber oft nur für den Ort, an dem sie erfunden worden sind.
Bauernregeln entstammen der langen Erfahrung von Landwirten, die das Wetter beobachtet haben - für sie war das überlebenswichtig.
einige Beispiele (ohne Gewähr):
Januar
- Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.
- Soll man den Januar loben, muss er frieren und toben.
- Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar.
Februar
- Ist der Februar trocken und kalt, kommt im März die Hitze bald.
- Kalter Februar gibt ein gutes Roggenjahr.
- Hat der Valentin viel Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.
März
- Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
- Ein fauler, feuchter März ist jedes Bauern Schmerz.
- Säst du im März zu früh ist’s oft vergeb'ne Müh'.
April
- Der April tut, was er will.
- Blüht die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche (= trockener Sommer), blüht die Eiche vor der Esche, gibt es eine große Wäsche (= verregneter Sommer).
Mai
- Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
- Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun' und Fass.
- Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.
- Gewitter im Mai bringen Früchte herbei.
Juni
- Gibt's im Juni Donnerwetter, wird gewiss das Getreide fetter.
- Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze Jahr.
- Ist der Juni warm und nass gibts viel Korn und noch mehr Gras.
Juli
- Fällt kein Tau im Julius, Regen man erwarten muss.
- Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.
- Juli schön und klar, gibt ein gutes Bauernjahr.
August
- Stellt im August sich Regen ein, so regnet's Honig und guten Wein.
- Bring der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
- Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht.
September
- Am Septemberregen ist dem Bauer viel gelegen.
- Im September die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.
- Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.
Oktober
- Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter kündt.
- Oktoberschnee tut Mensch' und Tieren weh.
- Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.
November
- Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein.
- Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.
- Bringt der November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht.
Dezember
- Im Dezember Schnee und Frost, das verheißt viel Korn und Most.
- Dezember, kalt mit Schnee, tut dem Ungeziefer weh.
- Dezember, veränderlich und lind, ist der ganze Winter ein Kind.
- So kalt wie im Dezember, so heiß wird's im Juni.




