Einweihung des Dorfplatzes
In den letzten 13 Monaten wurde der Aussenbereich vor der Alten Brennerei verändert und aufgewertet. Viele fleissige Hände haben in ca. 1.900 Arbeitsstunden zum Gelingen beigetragen.
- rote Klinkersteine und dunkler Teer anstelle grauer Betonpflaster.
- Stieleichen, Linden, Wacholderpflanzen und Buchenhecken begrünen das Areal.
- indirekte Beleuchtung versetzt Bäume und Gebäude nachts in eine schönes Licht.
- gemütliche Bestuhlung und große Sonnenschirme sorgen für eine wohnliche Athmosphäre.
- neue rostige Lichtstele am Eingang markiert die Alte Brennerei.
Fazit: die Arbeit der Mitwirkenden und die Unterstützung der Eigentümer und Sponsoren haben sich ausgezahlt.
Im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier am 22. Mai 2011 wurde des Ergebnis gewürdigt.
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Hermann Böhne: "Nichts ist unmöglich"
"Herzlich Willkommen, meine sehr geehrten Damen und Herren, auf dem neuen Dorfplatz an der Brennerei. Der Wettergott meint es heute wieder gut mit uns. Die Sonne strahlt und ich sehe Glanz in den Augen vieler, die sich hier aktiv eingebracht haben. Heute ist ein herrlicher Tag, um unseren neuen Dorfplatz offiziell einzuweihen", mit diesen Sätzen eröffnete Hermann Böhne seine Rede, bevor er die Gäste begrüßte.
Es folgte ein Rückblick auf die Museumseröffnung vom Mai 2002 und auf die zahlreichen Veranstaltungen an der Brennerei. "Die Kornbrennerei Christian Meyer stand und steht immer im Mittelpunkt von Hille", so Böhne und weiter von den Überlegungen, den Außenbereich nach dem Motto "Nichts ist unmöglich" aufzupeppen.
Unser Vorsitzende beschrieb den Werdegang des Projektes: von der sofortigen Zustimmung der Eigentümer, über Gespräche mit Gemeinde und Sponsoren bis zur Umsetzung einzelner Maßnahmen
Eindruckvoll schilderte er von seinen Strapazen - er selbst hatte 2001 bei der damaligen Anlage des Parkplatzes mit viel Zement Beton für die Ewigkeit gemischt, der ihn und den Presslufthammer neun Jahre später fast zur Verzweifelung brachte.
Beispielhaft erwähnte er die Neuerungen, so den Lagerraum und die Ladestation für Elektrofahrräder.
Böhne bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Eigentümerfamilie Preuß, die Unterstützung der Gemeindeverwaltung Hille, besonders der Ideen vom Fachbereichsleiter Planen und Bauen Helmut Spilker, die wohlwollende Begleitung seit der Restaurierung durch den Kreisheimatpfleger Dr. Gerhard Franke und allen Mitwirkenden des Heimat- und Gartenbauvereins.
"Hier fühle ich mich wohl!"
Bürgermeister Michael Schweiß:
„Mit dem heutigen Tag wird der Hiller Ortskern um einen Blickfang reicher; denn wir können den neu gestalteten Vorplatz des Brennerei-Museums einweihen“ stellte Bürgermeister Michael Schweiß zu Beginn seiner Rede fest und weiter (auszugsweise):
„Was wäre ein Ort ohne seine Plätze – ohne diese lebendigen Treffpunkte für Jung und Alt, für Einheimische und Touristen? Gerade hier im Hiller Zentrum, wo Veranstaltungen wie Flohmärkte, Sommerfeste oder Weihnachtsmärkte – oder auch die Museumstage – stattfinden, ist solch ein Platz eine Bereicherung. ...
Nun ja, wer schon lange nicht mehr hier war, hat diesen Platz Grau in Grau – und irgendwo auch ein bisschen Grün in Erinnerung. Wenn ich mich hier umschaue, so hat sich das Aussehen völlig gewandelt. Wir finden einen freundliche gestalteten Platz mit viel Grün und liebevoll bepflanzten Blumenkästen vor. Das allein lädt den Gast schon zum Bleiben ein. Ich könnte auch sagen: „Hier fühle ich mich wohl.““
Mit dem Zitat „Allein geht´s gut, gemeinsam geht´s besser!“ bedankte Schweiß sich bei allen beteiligten Personen für die Arbeit, Zeit und Unterstützung. Er beendete seine Ausführungen mit der Hoffnung, dass „ dieser schöne Vorplatz gut angenommen wird und sich viele Gäste aus nah und fern hier wohlfühlen.“
"Alte Brennerei ist 100%ig gut für den Mühlenkreis"
Grußwort des Landrats Dr. Ralf Niermann
zur Einweihung des neugestalteten Vorplatzes der „Alten Brennerei“ am 22. Mai 2011“:
Abschrift des Redemanuskriptes - es gilt das gesprochene Wort!
Begrüßung und Anrede,
es freut mich sehr, heute gemeinsam mit Ihnen den neu gestalteten Vorplatz hier an der Alten Brennerei in Hille – einem historischen wie kulturellen Highlight unseres Mühlenkreises – einweihen zu können: Gerne überbringe ich dazu die herzlichsten Grüße von Kreistag und Kreisverwaltung.
Meine Damen und Herren,
es heißt „das Können des Brennmeisters bestimme die Qualität des Korns.“
Wenn Sie sich jetzt einmal genau umschauen und das herrliche Ambiente dieses – wie ich finde - wirklich hervorragend gelungenen und attraktiv gestalteten neuen Vorplatzes auf sich wirken lassen, müssen wir alle anerkennend feststellen:
Ihr handwerkliches Geschick und Ihr grüner Daumen, lieber Herr Böhne und liebe Vereinmitglieder, haben wahrlich Wunder bewirkt. Die „Alte Brennerei“ erstrahlt in neuem Glanze und verdient nach entsprechender Qualitätsanalyse das Prädikat „hundertprozentig hochwertig.“
Weit mehr als 1500 Arbeitsstunden - wie ich jetzt gehört habe über 1900 - haben Sie, liebe Mitglieder des Heimat- und Gartenbauvereins Hille, bis zum heutigen Tag in die Gestaltung des Vorplatzes investiert – und das wohl bemerkt – ehrenamtlich. Und auch wenn Erhitzung und Abkühlung im Brennprozess üblich sind, so war Ihr unermüdlicher Einsatz bei sommerlicher Hitze und eiskaltem Wind nicht selbstverständlich.
Für Ihr selbstloses Engagement und Ihre Bereitschaft, einen Großteil Ihrer Freizeit für diese immense „Knochenarbeit zu opfern, möchte ich Ihnen meine höchste Anerkennung aussprechen und Ihnen von ganzem Herzen danken.
Die „Plackerei“ – wie man in Hille sagen würde – hat sich wieder einmal gelohnt!!!
Denn bereits der Erhalt, die aufwendige Sanierung und die Wiedereröffnung der „Alten Brennerei“ als Industriedenkmal und bedeutendes historisches Zeugnis unserer regionalen Wirtschaftsgeschichte und des Hiller Dorflebens haben wir ebenfalls Ihrem unermüdlichen Engagement zu verdanken.
Ob KiK – Kultur im Kesselhaus, Museumsführungen, Sommerfest, Weihnachtsmarkt und Moorwanderungen mit kulinarischer Einkehr in die Brennerei:
In den fast 10 Jahren seit Eröffnung des Brennereimuseums ist es Ihnen mit Herzblut und Ideenreichtum gelungen, immer wieder neue kulturelle Veranstaltungen und touristische Programme rund um die Brennerei auf die Beine zu stellen.
Einzigartig ist das Brennereimuseum dank seiner technischen Einrichtung in Westfalen-Lippe.
Einzigartig ist die Kornbrennerei Meyer als Bereicherung der Tourismus-, Freizeit- und Kulturlandschaft im Mühlenkreis Minden-Lübbecke und in der Gemeinde Hille.
Unverkennbar:
Die „Alte Brennerei“ prägt das Dorfbild und das gesellschaftliche Leben in Hille – gestern wie heute.
Der neu gestaltete Vorplatz erhöht die Attraktivität von Hilles heimlichen „Wahrzeichen“. Wer „Hillerich“ heißt, muss sich hier wohl fühlen:
Und bei so viel Tatkraft ist es auch nicht verwunderlich, dass Hille bereits 1997 im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ den 1. Preis eingeheimst hat und im Jahre 2008 speziell für seine rege Vereinstätigkeit sogar den Sonderpreis erhielt.
Es freut mich, Herr Böhne, dass Sie mit Ihrem Team und Ihren Projekten auch in diesem Jahr wieder an dem Dorfwettbewerb teilnehmen werden.
Dafür wünsche ich Ihnen schon jetzt viel Erfolg.
Ich bin überzeugt, dass dieser stilvolle Vorplatz viele Besucher aus nah und fern in seinen Bann ziehen wird. Dem Heimat- und Gartenbauverein Hille wünsche ich für die Zukunft weiterhin viel Kraft und Erfolg für Ihre nicht abreißenden Vorhaben. Insbesondere wünsche ich Ihnen allen weiterhin ein so reges und geselliges Miteinander und genießen Sie Ihre Vereinsreisen, Sie haben es sich verdient.
Von diesen 100 Volumen-Prozent Ihres Engagements und Ihres neuen Vorplatzes lassen wir uns nun gerne berauschen. Ihnen und uns allen wünsche ich einen schönen Tag in diesem herrlichen Ambiente.
Vielen Dank.
Skulptur für Dorfplatz
Ganz zum Schluss - nach den Aufräumungsarbeiten und beim letzten Getränk im kleinen Kreis - überraschte Künstler Werner David aus Hille die Anwesenden mit der Dauerleihgabe seiner "Hiller Mühlenkreise". Das Objekt von 1998 ist eine bodenständige Modifikation des offiziellen Mühlenkreissymbols. Es wird künftig den Dorfplatz zieren.




