Nachlauf 2017


offizieller Tag des offenen Denkmals

Der große Ansturm wie im Vorjahr blieb zwar aus, dafür interessierten sich die Besucher am 10. September um so mehr für die Informationen des Heimat- und Gartenbauvereins zum Leben der ehemaligen Kaufmannsfamilie Christian Meyer, dessen Leben und Werke vorgestellt wurde. Neben dem Brennereimuseum öffnete die Seniorenresidenz  Hille wieder die Türen der Fabrikantenvilla.


Sommerfest

Am 19. August lud der Verein die Dorfbewohner zum Sommerfest ein. Ab 17:30 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Die Feuerwehrkapelle Holzhausen sorgte für die musikalische Unterhaltung. An die Plätze auf den Stühlen und Bänken waren gut gefüllt. Es wurde gegessen und getrunken und sich gut unterhalten. Die meisten ließen sich auch durch einen kleinen Regenschauer nicht vertreiben. So wurde anschließend zur Musik von DJ Heike bis nach Mitternacht an der Alten Brennerei gefeiert.


Museumstag mit Flohmarkt

Schon vor 6 Uhr am 11. Juni trafen die ersten der ca. 100 Flohmarktanbieter in Hille ein. Ab 7 Uhr wurden die Stände eingeteilt und um 7:45 Uhr waren die meisten Standplätze verteilt und das Warenangebot aufgebaut. Von Beginn an waren viele Besucher unterwegs und auch kauffreudig. Nach 16 Uhr packten die Aussteller langsam, nachdem schwarze Regenwolken kamen etwas flotter die Sachen zusammen.


Musikzug Viktoria und Wanderausstellung

Der Musikzug Viktoria und der Heimat- und Gartenbauverein Hille luden am Muttertag zum Tag des offenen Kornbrennereimuseums ein. Die Musiker zeigten ihr Können während eines über zweistündigen Open-Airkonzertes. Die Stühle und Bänke waren gut besetzt, bis mittendrin ein Regenschauer einige Zuhörer vertrieb. Aber recht bald schien die Sonne wieder und weitere Besucher kamen und füllten die leeren Plätze.

Anlässlich des 30jährigen Bestehens vom Aktionskomitee "Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke" konnte sich das Publikum die neue Wanderausstellung und den Storchennachwuchs bei den Hiller Weißstörchen ansehen.


Pavillon mit Destillerie eingeweiht

Zum Saisonbeginn am 9. April wurde eine historische Wacholder-Brennanlage im neuen Pavillon der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Apparatur war früher in Bünde bei dem Spirituosenhersteller Emil Wortmann in Betrieb. Dann kam sie in den Besitz von Bernd Uslaub aus Bückeburg, der sie jetzt dem Museum zur Verfügung stellte.

Fotos: Svenja Stühmeier


Wasser-Spezial-Lesung vom Zimmertheater

Am 29. März lasen die Vorleserin Annette Ziebeker und "ER" Detlev Schmidt im Kesselhaus heitere, satirische, humorvolle und nachdenkliche Texte: vom Wasser in der Kaffeemaschine, über den Sprung ins Wasser oder den Tränen, die fließen, wenn es mit der Klavierstunde nicht klappt.

Ziebeker beschrieb zu Beginn das morgendliche Glucksen einer Kaffeemaschine. Wie diese dampft und schimpft und mit letzter Kraft versucht, eine Kanne voll zu kriegen. Später sagte sie, dass Frauen die einfachen Dinge im Leben lieben, vor allem die Männer! Schmidt schilderte Beobachtungen an einem See und wie das Wasser immer wieder neue Bilder malt. Im weiteren Verlauf des Abends stellte er fest, dass Wärmflaschen die menschliche Nähe suchen, vor allem zu Frauen; worauf die Vorleserin erwiderte: "Ja, Frauen gehen sogar mit ihnen ins Bett!"

Das Kesselhaus war bis auf den allerletzten Platz ausverkauft und das Publikum war hellauf begeistert von der szenischen Wasser-Spezial-Lesung. Die Akteure vom Zimmertheater am Eck spielten mit theaterähnlichen Elementen und variierten beim Lesen der amüsanten Texte gekonnt bei der Artikulation und Stimmfärbung, beim Stimmvolumen und Sprechtempo.

Feng Shui in der Gartengestaltung

Am 2. Februar gab Dietrich Krumme interessierten Zuhörer einen Einblick in die chinesische Harmonielehre. Feng Shui heißt übersetzt „Wind und Wasser“. Unter dem Begriff wird vieles zusammengefasst, doch der Grundgedanke ist eigentlich recht einfach. Gutes Feng Shui ist überall da, wo sich der Mensch wohlfühlt.

Krumme erklärte das Landschafts-Feng Shui, im dem die vier Tiere, die „schwarze Schildkröte“, der „weiße Tiger“, der „grüne Drache“ und der „rote Phönix“ Elemente sind und verglich die Landschaftsgestaltung mit dem Lehnstuhlprinzip oder dem Mutterschoß.

 

Auch die Bedeutung des Bagua mit den 8 Lebensgewohnheiten (Ruhm, Reichtum, Beziehung, Familie, Kinder, Wissen, Karriere und hilfsbereite Freunde) um das Zentrum wurde anhand von Beispielen sehr verständlich dargestellt.

"Jeder Mensch, jedes Grundstück, jedes Haus ist ein Prototyp" so der Gärtnermeister aus Rothenuffeln und es werde versucht, mit Feng Shui aus der vorgefundenen Situation das Optimale herauszuholen. Beim Thema "die 5 Elemente (Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz) und ihre Zyklen/Wandlungsphasen" gab der Experte den Tipp, dass Wasser immer zum Haus fließen möge, sonst würde es dem Haus Energie entziehen. Zum Schluss ging es um die Ausgewogenheit von Yin (weiblich) und Yang (männlich) in der Gartengestaltung.

 

Der Referent konnte die uns "fremde" alte chinesische Naturwissenschaftslehre sehr nachvollziehbar mit greifbaren Beispielen aus der Region und Welt vermitteln und gab dem Publikum einige Denkanstöße.

 

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