Nachlauf 2018


Historischer Dorfspaziergang

Über 80 Personen trafen sich auf unsere Einladung zu einem historische Dorfspaziergang. Dabei informierten uns Iris Niermeyer (über alte Hofstellen), Karl-Heinz Hucke (Ortsheimatpfleger) und Helmut Möller (Kirchengeschichte) über unsere Ortschaft. Am Ende fanden wir uns im warmen Kesselhaus der Alten Brennerei ein, um Stippgrütze zu essen und das Jahr 2018 gemütlich ausklingen zu lassen.


Weihnachtsmarkt


Ein weihnachtlicher Abend

Am 14. Dezember stimmten sich 50 Besucher in der Alten Brennerei auf Weihnachten ein. Erstmals in diesem Jahr wurden von Renate Folkers und

Gerd Langwald ein advent-weihnachtliches Programm präsentiert. Frau Folkers las eigene, aber auch Texte von Theodor Storm. Es ging heiter, aber auch besinnlich

zu. Gemeinsam wurden schöne alte Weihnachtslieder gesungen. Musikalisch wurden die Zuhörer von Gerd Langwald unterhalten.

Der Mittellandkanal

Am 14. November referierte Bernd Ellerbrock aus Seelze über die Geschichte des Kanals, die mit historischen und aktuellen Fotos großes Interesse der Zuhörer fand.

 

Der Mittellandkanal (MLK) ist heute eine Bundeswasserstraße

und mit 325,3 Kilometern Länge die längste künstliche Wasserstraße in

Deutschland. Er verbindet in Bergeshövede den Dortmund-Ems-Kanal mit Weser in

Minden und überquert die Elbe durch die 918 m lange Kanalbrücke Magdeburg und

erreicht den Elbe-Havel-Kanal kurz dahinter bei der Kanalstufe Hohenwarthe.

 

Der Bau des Mittellandkanals quälte sich abschnittsweise durch die norddeutsche Tiefebene - von West nach Ost -, denn er war politisch sehr umstritten. In Dortmund wurde 1856 ein „Canalcomitee“ gegründet, da die aufkommende Industriestadt keine Wasseranbindung hatte, sondern nur über die

Eisenbahn. Massengüter wie Kohle mit dem Schiff zu transportieren, war und ist die kostengünstigste Art. 1877 legte die preußische Regierung eine „Denkschrift für den Bau“ auf. Letztendlich wurde der Bau nach fünfmaliger Ablehnung am 1. April 1905 beschlossen, jedoch wurde er nur bis Hannover beschlossen. Daher wurde er auch Eidechsen-Kanal genannt, weil der Schwanz, also die weitere Verbindung zur Elbe - fehlte.

Der Referent nach die Zuhörer mit auf eine Reise vom Tecklenburger Land bis an die Elbe. Der erste Spatenstich wurde 1910 bei Recke vorgenommen. Im

Frühjahr 1916 war der Mittellandkanal bis Hannover fertiggestellt. Die schweren

Arbeiten übernahmen hauptsächlich Russland-Polen. Der Ausländeranteil lag bei

90 %. Neben der Wasserstraße wurden auch Schleußen, Stichkanäle, Umschlagplätze

und Häfen gebaut.

Bis zum 31. Dezember 1967 gab es die Staatliche Schleppergesellschaft. Die Monopolisten zogen früher die Kähne im Verbund bevor die selbstfahrenden Binnenschiffe mehr und mehr aufkamen.

Heute können die s. g. Europaschiffe und Schubschiffe wegen der Brückenhöhe nur zwei Container übereinander transportieren, insgesamt finden im Verbund jedoch bis zu 158 Container Platz. Es wäre ein Milliardenprojekt, wenn alle 370 Brücke, die den Mittellandkanal überqueren, für eine weitere Containerlage zu erhöhen.

 

Erst in diesem Jahr wurde der Ausbau des Mittellandkanals endgültig beendet, so berichtete der Experte, nachdem nach Hannover noch ein Düker und den verbreitenten Kanal gebaut wurde.


ergiebiger Apfeltag

Am 14. Oktober stand nicht das feste Getreidekorn oder der flüssige Kornbrand im Mittelpunkt des Besuchertages am/im Kornbrennereimuseum, sondern die eigene Apfelernte und die gepresste Apfelmost. Über 40 Gartenfreunde ließen von 8 bis 18 Uhr ihre gepflückten Äpfel mosten, um den leckeren Saft daraus sofort in lagerungsfähigen Gebinden wieder mit nach Hause zu nehmen. Nach einer mageren Ernte im Vorjahr, wurden während des arbeitsreichen Tages über 5 Tonnen Äpfel zu ca. 3.100 Liter naturtrüben Saft verarbeitet.  

 

Daneben ließen die Besucher unbekannte Apfelsorten vom Podologen bestimmen  oder kauften Obstbäume. Kulinarisch verwöhnte das Museumsteam die Gaumen mit Kartoffelpuffer und Apfelmus, verschiedenen Apfelkuchenvariationen und heißem Apfelsaft. 


25. Tag des offenen Denkmals

Am Tag des offenen Denkmals öffneten am 9. September 2018 zum 25sten Mal überall in Deutschland mehr als 8.000 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten ihre Türen! Über 3,5 Millionen Besucher kamen, um mehr über Geschichte und Geschichten unserer Denkmale zu erfahren.

"Entdecken, was uns verbindet" hieß das Motto des Tags des offenen Denkmals, es bezog sich auf das Europäische Kulturerbejahr 2018. Das Motto zeigte, wie Denkmale auch zwischen Baustilen, Regionen, Kulturen und Menschen Brücken schlagen können.

2018 war in doppelter Hinsicht ein ganz besonderes Jahr: Der Tag des offenen Denkmals feierte sein 25jähriges Jubiläum - und wurde offiziell in Köln eröffnet.
Alleine in dieser Stadt luden mehr als 150 Denkmale und 400 Führungen zum Besuch ein, rund 50.000 Denkmalbegeisterte ließen sich das nicht entgehen.

 

In der Alten Brennerei war natürlich nicht soviel los, aber es kamen einige Besucher von nah und fern, um sich über das Industriedenkmal zu informieren.


August-Flohmarkt

Sommerferien und Sonnenschein - der Flohmarkt an der Alten Brennerei am 12. August lockte Trödler und Schnäppchenjäger trotzdem in Scharen nach Hille. Obwohl nicht jeder Aussteller üppig verkaufte und nicht jeder Besucher ein Schätzchen enddeckte, so waren doch alle am Ende mit der Resonanz zufrieden.  


5. US-Car-Treffen

Beim Museumstag am 8. Juli leuchteten die Augen der Besucher beim Anblick von Lack und Chrom der zahlreichen amerikanischen Straßenkreuzer. Zum fünften Mal in zweijährigen Rhythmus steuerten gut einhundert Besitzer von Ami-Schlitten die Alte Brennerei in Hille am späten Vormittag an, um ihre besonderen Fahrzeuge zu präsentieren und Benzingespräche mit den Besuchern zu führen. 


Hiller Flohmarkt ist gut

Die ca. 100 Marktstände waren innerhalb von 5 Stunden restlos vergeben. Der morgendliche Regen am 10. Juni hielt nur wenige Trödler von ihrem Kommen ab. Mit Regenschirmen und Planen schützten sie ihre Waren und wurde ab dem späten Vormittag belohnt, als der Regen aufhörte und die Besucher vermehrt ins Ortszentrum kamen. Die Foodtrucks nebenan in der Dorfstraße profitierten ebenso vom Flohmarkt wie dieser von der Veranstaltung "Hille isst gut". Die Organisatoren vom Gewerbeverein Hiller Land zeigten sich genauso wie der Heimat- und Gartenbauverein erfreut über den Erfolg der Angebote.


Tage wie diese - Frühjahrskonzert des Musikzuges Viktoria

Pünktlich um 14 Uhr hob Dirigentin Stephanie Vehling den Taktstock und 19 Mitglieder des Musikzuges Viktoria Hille begann das Frühjahrskonzert an der Alten Brennerei.

 

Bei sommerlichen 26 Grad Celsius, herrlichem Sonnenschein und einem lauen Lüftchen kamen viele Besucher zu Fuß, auf zwei oder vier Rädern im Ortszentrum zusammen und füllten schnell die Stühle und Bänke. Besonders beliebt waren die schattigen Plätze unter den Sonnenschirmen.

 

Das Orchester spielte bis 17 Uhr aus ihrem umfang- und abwechselungsreichen Repertoire. Nach langsameren Rhythmen folgten schnellere Lieder, u. a. die Titelmusik von der amerikanischen Fernsehserie "The-A-Team" oder "Tage wie diese".

 

Bei Kaffee und einem Stückchen Torte genossen die Zuhörer das musikalische Event am Muttertag. Die beiden 1. Vorsitzenden Stefan Kruse vom Musikzug Viktoria und Friedrich Krüger vom Heimat- und Gartenbauverein freuten sich am Ende über die gute Resonanz der gemeinsam organisierten Veranstaltung. 


musikalisch-literarischer Abend zum Patrick´s Day

Am irischen Nationalfeiertag (17. März) war das Kesselhaus ausverkauft, um eine Reise durch Irland und einige Tassen Tee zu genießen. Den Themenabend gestalteten Andrea Gerecke mit literarischen Texten namhafter Autoren rund um die grüne Insel und Achim Lakatsch mit Gesang und Gitarre. Musikalisch unterstützte der Instrumentalkünstler Breffni O`Carroll. Aber auch das Publikum wurde zum Mitsingen von Refrains zu Liedern wie Dirty Old Town, Whiskey in the jar oder In Dublin´s Fair City aufgefordert.


Anspruch, Pflegegrade & Leistungen

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, stellen sich plötzlich viele Fragen rund um seine Versorgung. Wann liegt Pflegebedürftigkeit vor? Welche Pflegeleistungen können helfen?

Am Dienstag, 6. März 2018 lud der Heimat- und Gartenbauverein zu einem Info-Abend über die gesetzliche Pflegeversicherung ein. Als Referentin konnte Anja Rotzoll-Körtner vom Beratungsteam der AOK-Pflegekasse gewonnen werden.

Sie klärte die Zuhörer über Voraussetzungen, Antragstellung und

Begutachtungsverfahren mit der Einteilung in Pflegegraden aus und gab einen

Leistungsüberblick.


großes Interesse beim Schnittkurs für Gehölze

Michael Kudrup, Garten- und Landschaftsbauer (GrünPlan) aus Nordhemmern,  wies am 17. Februar Vereinsmitglieder und Hiller Gartenfreunde in die Kunst des Schnitts von Ziergehölze ein. Nach einer kurzen theoretischen Einführung und der Vorstellung der notwendigen Werkzeuge (Rosenschere, Astschere und -säge sowie Teleskopverlängerung) wurde Hand angelegt und die Teilnehmer beschnitten unter Anleitung verschiedene Gehölze in einem Hiller Garten.


Vorstellung und Informationen der neuen Gartenexpertin vom Landesverband

Am 29. Januar 2018 konnte Friedrich Krüger die neue Geschäftsführerin des Landesverbandes der Gartenbauvereine NRW e. V. Miriam Schwenker begrüßen. Die Nachfolgerin von Hubert Mersch ist seit dem 1. September 2017 im Amt und stellte sich und ihren beruflichen Werdegang zu Beginn des Abends kurz vor.

Im Mittelpunkt stand die  

Gartengestaltung - Welcher Stil passt zu Ihnen?

und die 

Pflanzenschädlinge und -krankheiten

Neun Gartenstile hätte die grüne Branche in den Jahren definiert, die für kleine Gärten bis zu 500 m² wie auch für große über 1000 m² angewendet werden können. Wichtig sei, so die gebürtige Preußisch Oldendorferin, dass "die Augen beim Betrachten des Gartens hängen bleiben müssen". Sei es etwas Großes, Hohes oder Buntes. Man solle Akzente setzen, damit der Garten attraktiv wird, zum Verweilen einlädt und Behaglichkeit ausstrahlt, empfahl sie.

In der Folge erklärte sie mit Bildern und Fotos die wesentlichen Bestandteile und Besonderheiten der unterschiedlichen Stile vom Natur- und Küchengarten, Formalen und asiatischen Garten, Wellness- und Familiengarten, Duft- und Rosengarten sowie mediterranen und Dachgarten.

 

So ist im Naturgarten, der voll im Trend liegt, die Vielfalt Trumpf. Neben einem Staketenzaun und Totholzhecke sowie einem Himbeerspalier und heimischen Flieder dürfte ein Insektenhotel und ein Obstbaum nicht fehlen, um für Nützlingen im Garten einen Lebensraum zu bieten. Ebenso sinnvoll ist Anlage einer Blumenwiese anstelle von englischen Rasenflächen. Der Natur kann auch mehr Spielraum gelassen werden, nicht alle Ackerbegleitkräuter müssen herausgezupft werden.

Aber auch der Formale Garten - sehr strukturiert und in akkurater Symmetrie angelegt - liegt bei neuen Häusern im Bauhausstil im Trend. Rasenflächen und wenig blühende Pflanzen zeichnen diesen Stil ferner aus. 

 

In unterhaltsamer Art ging Schwenker bei jeder Gartenstilart auch auf die typischen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten ein und gab Hilfestellung. So erfuhr das Publikum einigen vom Apfelblütenstecher und den Gespinstmotten, den Buchsbaumzünsler und -pilz bis zum Kohlweißling und der Rosenblattvollwespe. 

Zum Schluss zeigte die Gartenbau-Ingenieurin Beispiele, welche besondere Wirkung mit Gestaltungselemente wie z. B. Stein, Holz, Wasser und Licht erzielt werden können. Und natürlich sollten neben der Terrasse im Garten zusätzliche Sitzplätze vorhanden sein, um das eigenen grüne Wohnzimmer auch genießen zu können, so die Referentin.