Höhepunkte 2016


Denkmaltag - gemeinsam Denkmale erhalten

Die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Fabrikantenvilla wurde im letzten Jahr renoviert und dient nach langem Leerstand seit 2016 als Verwaltungsgebäude für die neue Seniorenresidenz Hille. Die 1911/12 erbaute herrschaftliche Villa mit imposanter Treppe, dem Kamin und einem mehr als 100 Jahre alten Sofa konnte am 10. September erstmals im Rahmen einer Hausführung besichtigt werden.

Hermann Böhne, Reinhard Brunschütte und Rainer Eschedor vom Heimatverein  begleiteten die interessierten Besuchen von dem Kornbrennereimuseum zur gegenüber liegenden Villa und erklärten die architektonischen Besonderheiten. Alte Fotos und die Bauzeichnungen von 1911 offenbarten zahlreiche Details.

Im Gebäude schilderte Eigentümer Heinrich Sangerhausen den Zustand, wie er das Gebäude beim Kauf vorgefunden hat, welche baulichen Überraschungen er in der Renovierungsphase erlebt hat und welche Funktionen die Zimmer heute haben. Es wurde deutlich, dass die denkmalschutzgerechte Wiederherstellung der Villa neben Geld auch sehr viel Tatkraft, Durchhaltevermögen und Idealismus erfordert. 


Stummfilm und Musik

Regen machten den Akteuren am 13. Juli einen Strich durch die Freiluftveranstaltung. Und so spielte das Wanderkino kurzerhand in einem nicht genutzen Ladenlokal gegenüber der Alten Brennerei. 50 Zuschauer folgten der Einladung der Gemeinde Hille zu dieser kulturellen Darbietung, die wir der Initiative des Hiller Wirtschaftsförderers Burkhard Schulte zu verdanken haben.


US-Car-Treffen

Beim 4. US-Car-Treffen steppte am 10. Juli der Bär an der Alten Brennerei in Hille.

Wir möchten gerne die Veranstaltung mit Ihren Augen sehen. Daher bitten wir Sie, uns Ihre schönsten Fotos an info@altebrennereihille.de zu mailen. Wir möchten damit eine Sonderseite gestalten. Vielen Dank im Voraus.


Flohmarkt

Trödel fand neue Besitzer beim Flohmarkt rund um die Alte Brennerei am 12. Juni. Über 90 Aussteller freuten sich über ein Heer von Schau- und Kauflustigen. Von 8 Uhr morgens bis ca. 16 Uhr herrschte reges Treiben im Zentrum von Hille. Dabei wirkte sich auch der verkaufsoffene Sonntag positiv aus, so dass Bratwurst und Kuchen am Ende des Tages ausverkauft waren.

Die angebotenen Artikel waren wieder sehr unterschiedlich. Modellautos und -eisenbahnen, Hüte und Jacken - passend für das nächste US-Car-Treffen - wurden angeboten.

Und Marktmeister  und Münzensammler Bernd Beyer freute sich über mehrere alte Etiketten von ehemaligen Produkten der Brennerei Chr. Meyer, die dem Museum von Monika Patterson geschenkt wurden. Das Besondere ist, dass diese Etiketten im Museum bisher unbekannt waren.


Open Air Konzert des Musikzuges Viktoria

Am Muttertag spielte der Musikzug vor der Brennerei auf. Pünktlich um 14 Uhr waren die besten Plätze besetzt und die Akteure begannen das über zweieinhalbstündige Konzert. Bei strahlendem Sonnenschein lauschten die Zuhören dem umfang- und abwechslungsreichen Repertoire moderner Blasmusik aus Rock, Pop und Musical sowie volkstümliche Stücke. Dabei konnten Sie auch ein Stückchen Torte und eine Kasse Kaffee genießen.


Essen und Trinken, Menschen!

Am Mittwoch, 24. Februar 2016 um 19:00 Uhr fand ein unterhaltsamer Abend mit Werner Kieselbach in der Alten Brennerei statt. Der Gifhorner Autor und Verleger las amüsante Gedichte und Kurzgeschichten rund um die Themen Essen, Trinken und Menschen. Damit brachte er die Zuhörer durch seine ganz spezielle Art zum Schmunzeln und Lachen.

 

Gleich zu Beginn gab er eine Geschichte über ein üppig gedecktes Buffet zum Besten. Von dem er so begeistert war, dass er ganz vergaß, sich anzustellen. Am Ende, als er an der Reihe war, war das ganze Buffet verzehrt. Danach outete Kieselbach sich offen, kein Freund der Schnäpse aus "unserer" alten Kornbrennerei zu sein (Anmerkung der Redaktion: wohl aus Unkenntnis), aber ein großer Liebhaber von finnischen Wodka. Dem mit "V" geschriebenen Vodka Finlandia; keinem einfachen Wodka wie aus Russland. Nein einem besonderen Vodka aus Finnland, einem aus reinem Korn, den man in Ruhe und mit Genuss trinken möge.

 

In einer weiteren heiteren Geschichte spielte der Bärenfang eine wichtige Rolle. Der aus Ostpreußen stammende Likör aus Honig, Gewürzen und hochprozentigem Alkohol prägte dabei ein Festkonzert und eine Feier danach. Am nächsten Tag kam letztendlich Karl, das Brunnengespenst zutage.

Zur Einstimmung und zwischendurch zur musikalischen Unterhaltung griff Joachim Voss in die Tasten seines Keyboards. Der Hamburger spielte thematisch passende Lieder in Stile des Boogie-Woogie und Ragtime-Jazz.

 

Werner Kieselbach philosophierte in seinen Texten auch über grüne Eier. Weiße und braune Eier gehörten zum Alltag, wobei er keine Geschmacksunterschiede feststellen könnte. Aber grüne Eier seien anders: nicht im Supermarkt zu kaufen, außer zur Osterzeit angemalte oder wenn die Kühlung seit 3 Wochen ausgefallen war. Wo gibt es grüne Eier? Beim Bio-Bauern? Fragen, die zum Denken anregten.

 

In einer anderen Geschichte ging es um tolle Knollen. Der Gaumen freute sich aus himmlische Knollen, Bissfest müssten sie sein. Und der Geschmack der neuen sei unerreicht. Gemeint waren die Kartoffeln,

 

Nach der Hauptmahlzeit folgt oft ein Dessert. Als Freund von Äpfeln wurde diese Frucht von Kieselbach thematisiert. Ferner beschrieb er den Lebenslauf einer Kirsche. Japaner wären bei der Kirschblüte aus dem Häuschen. Er möge eher die Frucht essen. Am liebsten sei ihm eine Herzkirsche in Mon Chéri, resümierte der Autor.

 

Und so ging es am Abend weiter: literarisch verfasste Lebensweisheiten, über die Liebe und den menschlichen Genüssen - humorvoll und amüsant.

 

Leider blieb der Zuschauerandrang hinter unseren Erwartungen zurück. Die beiden Künstler hätte allemal ein bis auf den letzten Platz besetztes Kesselhaus verdient gehabt.