StorchenLeben der Hillerichs

2018 sind zwei Jungstörche ausgeflogen

Die Bewohner hoch oben auf dem Schornstein der Alten Brennerei werden liebevoll "die Hillerichs" genannt. Über ein Jahrzehnt hat ein "unberingtes" Paar hier gebrütet und auch überwintert. Seit Mitte August 2017 ist das alte Storchenpaar verschwunden, dass immer so viele Eier gelegt und ausgebrütet hatte.

 

Nun hoffen wir, dass sich ein junges Pärchen ansiedelt. Im Laufe des Jahres beantworten wir folgende Fragen:

  • Wann treffen die Störche ein?   ab 6. März
  • Sind die Neubürger beringt?    nein
  • Ab wann und wie viele Eier werden gelegt?    ab Anfang April 5 Eier
  • Wie viele Junge schlüpfen?   vier
  • Bleibt der Nachwuchs von nassen und kalten Wetterperioden verschont? ja
  • Ist das Nahrungsangebot und Versorgungslage gut?
  • Wie viele Adebare können die Hillerichs letztendlich großziehen und werden flügge?  zwei

Hier werden wir über unsere Beobachtungen berichten und Sie somit auf dem Laufenden halten. Ansonsten

 

schauen Sie doch mal hoch oder

  in das Storchen-Schaufenster,

wenn Sie an der Alten Brennerei sind!

 

Die Live-Aufnahmen sind auf Monitoren vor der Brennerei und im benachbarten WEZ-Supermarkt zu sehen. Sie werden aus verschiedenen Gründen nicht ins Internet gestellt. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Die Live-Aufnahmen sind auf Monitoren vor der Brennerei und im benachbarten WEZ-Supermarkt zu sehen. Sie werden aus verschiedenen Gründen nicht ins Internet gestellt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Fundmeldung

Am 1. Juni 2018 wurde im 30 km entfernen Lauenhagen nördlich von Stadthagen vier Jahren nach der Beringung einer von drei Jungstörchen aus 2015 mit der Ring-Nr. 2T 641 lebend gesichtet. Das teilte uns die Beringungszentrale der Vogelwarte Helgoland am 2. November 2018 mit.


im August

Störche verließen Hille

Anfang August trennten sich die Hillerichs, die Jungstörche verließen das Nest, um mit ihresgleichen in großen Trupps in Begleitung erfahrener Störche nach Süden zu ziehen. Das Elternpaar bliebt einige Tage länger in Hille.

"Viele Störche sind schon weg, die ersten sind bereits in Spanien" sagte Alfons Bense vom Aktionskommitee "Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke. In diesem Jahr brüteten 74 Paare im Landkreis und 166 Jungstörche flogen aus. Gegenüber 2017 ist das ein Plus von 9 Brutpaaren und 31 Jungstörchen.

im Juli

gemütlich über Hille am 13. Juli

Bald ist es geschafft. Von der Größe sind die Jungvögel kaum noch von den alten zu unterscheiden. Jetzt geht es darum Fliegen zu lernen.

im Juni

liegend oder sitzend im Nest am 18. Juni

klappern und fressen am 13. Juni

Die Altvögel werfen ihre Köpfe zeitgleich weit in den Nacken und klappern mit den Schnäbeln. Währenddessen picken die Jungen hastig die Nahrung auf. Durch die Bewegungen ist das Foto nicht ganz scharf, aber es vermittelt einen guten Eindruck von der Situation.

Beringung am 9. Juni

Storchenfachmann Alfons R. Bense und ein Zwei-Mann-Team der Werksfeuerwehr Siegfried PharmaChemikalien aus Minden suchten am 9. Juni die hoch gelegenen Nester in Nordhemmern, Hille-Alte Brennerei und Schlüsselburg auf, um mit einer Feuerwehrleiter die Jungstörche zu beringen.

 

Zuerst wurde das Nest auf dem Schornstein der ehemaligen Molkerei in Nordhemmern aufgesucht. Hier fand Bense einen Jungstorch. Es war nach seinen Angaben der größte bisher von ihm markierte Storch. Eine Woche später wäre es nicht mehr gegangen, so der Experte, da sie sich nur bis zu einem gewissen Alter totstellen können und dann die Gefahr des Absturzes bestehen würde.

 

In Hille verlief alles nach Plan. Um 10 Uhr wurde der Ring DEW 7T922 einen der zwei Jungstörche angelegt. Da die Vogelwarte Helgoland jährlich nur 50 Ringe zur Verfügung stellt, in diesem Jahr aber über 70 Nester bebrütet wurden, kann nur pro Nest ein Adebar gekennzeichnet werden.

 

Über den Zustand des Horstes war Bense erfreut. Er brauchte nur einen Lappen entfernen. Zum Glück waren hier keine Kunststoffteile oder Bindegarn eingetragen worden. Diese Beobachtung machte der Beringer auch bei den meisten anderen Nestern.

nur noch zwei Nachwuchs-Störche am 2. Juni da

Leider sind im ersten Monat nach dem Schlupf die Hälfte der Jungstörche verstorben. Bleibt zu hoffen, dass die zwei verbliebenen nach dem Wonne-Mai jetzt genug Nahrung bekommen und dass das Wetter keine Kapriolen schlägt und die Aufzucht zunichte macht. 


im Mai

3 Jungstörche am 29. Mai

Die ersten drei Wochen nach der "Geburt" haben drei "Storchenbabies" überlebt. 

4 Küken am 7. Mai

Vom 4. bis zum 6. Mai schlüpften drei Jungstörche. Am 7. Mai kam ein weiteres Küken dazu. Bleibt noch abzuwarten, ob sich aus dem 5. Ei auch Nachwuchs herauspickt.


im April

der eine brütet - der andere steht am 25. April

Wiederfund von 2T641

Ein Storch, der in 2015 beringt wurde, konnte im niedersächsischen Lauenhagen

abgelesen werden. Von der Beringungszentral der Vogelwarte Helgoland erhielten wir am 19. April folgende Informationen:

Funddatum: 14.04.2018 | Fundort: Lauenhagen, Nordsehler Str. 9

Region: Hannover  | Zustand: 7 lebend

Fundumstand: Ringnummer im Freiland abgelesen, ohne den Vogel zu fangen

Der Wiederfund erfolgte nach 1050 Tagen in einer Entfernung von 31 km

5 Eier bei Museumstag am 8. April

am 4. April liegen 3 Eier im Nest

Hillerichs brüten


im März

zweite Storch da

(Spätestens) am 12. März 2018 war der zweite Storch da und die Kopulation kann beginnen.

Warten auf Ankömmlinge beendet

Nach tagelangem Minustemperaturen wurde es innerhalb von zwei Tagen milder, so dass am 6. März der erste Weißstorch unser Nest bezog. Jetzt fehlt nur noch ein/e Partner/in.

im Februar

Minusgrade und Windchill

Statt Weißstörche liegt Pulverschnee im Nest am 28. Februar 2018
Statt Weißstörche liegt Pulverschnee im Nest am 28. Februar 2018

Der Februar endet mit sibirischer Kälte um minus 10 Grad und Windchill, dazu teilweise leichter Schneefall. Die Menschen bleiben wenn möglich im warmen Haus. Die Störche möchten unter diesen widrigen Bedingungen auch nicht das weiße Nest beziehen. 

es kann losgehen

Am 20. Februar wurde der Monitor im WEZ-Markt wieder eingeschaltet, damit die Kundschaft die Ankunft der Störche beobachten können.

 

Die Nestpflege muss in diesem Jahr eingeschränkt werden, da zuletzt 65 Paare im Mühlenkreis gebrütet haben. Ein Vergleich mit 2017 zeigt, dass der Hiller Horst in einem guten Zustand ist. Daher wird auf einen aufwendigen Arbeitseinsatz verzichtet. 

Nestzustand am 25. Februar 2017 (links) und am 20. Februar 2018 (rechts)