Vereinsleben in 2015


29. August - Verein zieht Trecker auf Platz 3

Acht Männer vom Heimat- und Gartenbauverein traten am 29. August erstmals beim 2. Treckerziehen der Feuerwehrlöschgruppe in Eickhorst an. "Mitmachen und Spaß haben" oder für einige "nur nicht Letzter werden" waren die Ziele der im Wettkampf unerfahrenen Hiller. Neun Männer- und eine Damenmannschaft zogen in drei Durchgängen einen acht Tonnen schweren Trecker um die Wette.

Der erste Versuch verlief mit 15,06 Sekunden unerwartet gut und so packte jeden der Ehrgeiz. Statt einem Glas Bier wurde in der Pause Mineralwasser getrunken und die gemeinsame Zugtechnik und Taktik abgesprochen. Der zweite Versuch brachte so mit 14,6 Sekunden eine zeitliche Verbesserung und die Erkenntnis, dass man unter den besten vier Gruppen landen könnte.

Im letzten Durchgang wurde nicht die Zeit, sondern nur die Geschwindigkeit verraten, um die Spannung bis zur Siegerehrung aufrecht zu erhalten. Auch hier zahlte sich die mannschaftliche Geschlossenheit aus. 7,0 km/h schnell war der grüne Koloss, als er die Ziellinie überrollte - wieder ein Topergebnis für die Hiller.

Am Ende freuten sich Teamführer Friedrich Krüger,  seine sieben Mitstreiter und die anwesenden Heimat- und Gartenbaufreunde über einen unerwartet guten dritten Platz. Kommentar vom Vorsitzenden Hermann Böhne nach der Siegerehrung: "Wir sind eben ein starker Verein!"


24. bis 27. Juli - mit dem Verein unterwegs zur BUGA an die Havel

Die Bundesgartenschau 2015 findet noch bis zum 11. Oktober in der Havelregion an fünf Standorten Brandenburg – Premnitz - Rathenow – Amt Rhinow/Stölln und Havelberg statt.


Ziele unserer dreitägigen Vereinsreise waren Brandenburg, Rathenow und Havelberg.


Unsere Schriftführerin Marion Engelage war dabei und schrieb folgenden Bericht:

Am Freitag, den 24. Juli 2015 sind wir morgens um 7:00 Uhr an der Alten Brennerei zu unserem Vereinsausflug in die Havelregion mit Kelder-Reisen - die uns eine nette junge Busfahrerin präsentierte – gestartet. 34 Teilnehmer hatten sich eingefunden. Das Wetter war gut und die Stimmung auch. Unterwegs zu der ersten Station unserer Reise, der alten Hansestadt Brandenburg, wurde nach ca. drei Stunden Fahrtzeit erst einmal das obligatorische „Daumenfrühstück“ zu sich genommen. Dann ging es weiter zu unserer ersten Station.

Die 1000-jährige Stadt Brandenburg zeigte sich von ihrer besten Seite, die Sonne lachte. Wir besuchten den 4,4 Hektar (ha) großen Packhof mit seinen Themengärten und den Marienberg (ca. 12,1 ha); die größte, höchste und zentralste Parkanlage der Stadt mit Rosen in Hülle und Fülle, neuen und alten Staudengewächsen und dem Weinberg an der Friedenswarte. Überall begegneten wir "Waldmöpse", die daran erinnerten, dass wir uns in der Geburtsstadt von "Loriot" befanden.

Nach vier Stunden im Gelände fanden wir uns wieder am Bus ein und fuhren nach Tangermünde. Dort bezogen wir unsere Zimmer im Hotel „Stars Inn“ – mitten in der  Stadt. Ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Brauhaus rundete den Tag ab.

Am zweiten Tag starteten wir nach einem guten Frühstück nach Havelberg. Wir machten einen Umweg über das Storchendorf Rühstädt an der Elbe. Dort konnten wir auf (fast) jedem Dach der Gemeinde ein oder sogar zwei Storchennester mit Störchen bewundern.

In der alten Hansestadt Havelberg angekommen, besuchten wir als erstes den Dombezirk. Die Gärten und Ausstellungen rund um den Dom St. Marien aus dem Jahre 1150 boten, Grabgestaltungen, Kletterrosen, den Mönchgarten. Einbezogen in dieses Gebiet war auch die Musterkleingartenanlage am Nussberg. Die Gärten mit vielen Farbzusammenstellungen konnten bewundert werden. Der Dom mit seinem Innenhof und der herrliche Blick von dort oben auf die Havel waren beeindruckend. Von dort führte uns eine Brücke auf eine Insel, die mitten in der Havel lag. Sie beherbergt die Altstadt mit kleinen Gassen und alten Häusern. In der Kirche St. Laurentius aus dem 14. Jahrhundert fand eine farbenprächtige Hortensienschau mit vielen prämierten Pflanzen statt.

Am Nachmittag fanden wir uns am Bootssteg ein und schipperten drei Stunden auf der Havel – die naturbelassene Umgebung entlang der Havel war einfach nur schön. Zum Schluss bildeten sich am Himmel Kumuluswolken, die schlechtes Wetter ahnen ließen. Wir verließen trockenen Fußes das Schiff, fuhren mit dem Bus durch den Ort „Böhne“ – wo unser Vorsitzender Hermann Böhne schnell ein Foto am Ortsschild machen musste – wieder nach Tangermünde. Dort stürmte es abends kräftig.

Am Sonntagmorgen hatte sich der Sturm verzogen - die Sonne schien und wir starteten in Tangermünde einen Rundgang. Die alte Kaiser- und Hansestadt liegt an der Mündung von der Tanger in die Elbe. Die Altstadt mit ihren vielen restaurierten Fachwerkhäusern ist von einer Stadtmauer mit drei wehrhaften Türmen umgeben. Vor dem Rathaus findet man eine Statue von "Grete Minde" der viele Dichter, u. a. auch Theodor Fontane ein literarisches Denkmal setzten. Sie soll die Stadt 1617 in Brand gesetzt haben.

Nun folgte die dritte Etappe unserer Reise: Rathenow. Der Ort gilt als die Wiege der Optik. Vor dem Gelände befand sich ein Skyliner,  von dem man einen Blick auf das Gelände  „von oben“ hatte.

Wir besuchten den Optikpark (11,4 ha) mit der Seerosen-Arena und üppigem Wechselflor mit ungewöhnlichen Sichtachsen. Über die 348 m lange Weinbergbrücke – die die Havel überquert und schon sehenswert ist  – ging es in den Weinberg (12,8 ha). In den alten Baumbestand waren u. a. ein Rhododendrontal, die Dahlienarena und der Fels- und Steppengarten mit dem historischen Bismarckturm integriert. Dieses Gelände strahlte Ruhe aus und lud zum Verweilen ein.

Tja – und dann war unser Besuch der BUGA 2015 beendet. Wir sammelten uns am Bus und traten die Heimreise an mit vielen neuen Eindrücken (und Fotos von M. Engelage und R. Krüger - Anmerkung der Redaktion), die noch lange in Erinnerung bleiben werden.


14. Juni - Radtour an der Oberweser

Pünktlich um 7:30 Uhr startete der Bus mit 35 Vereinsmitgliedern in Richtung Bad Karlshafen. Nach einem Spaziergang durch die barocke Weserstadt am nördlichsten Punkt von Hessen, frühstückte die Reisegruppe in Beverungen. Von dort fuhren die Teilnehmer mit dem Rad in zwei Gruppen geleitet von Hermann Böhne und Rainer Eschedor entlang der Weser. Vorbei am Schloss Wehrden und unterhalb an der alten Porzellanmanufaktur auf Schloss Fürstenberg wurde mittags Halt in Höxter gemacht. Nach einem kurzen Besuch im Kloster Corvey ging es für die Radler weiter durch Holzminden bis nach Polle. Dort stand der Bus mit Anhänger. Während die Fahrräder ihre Schuldigkeit getan hatten und verladen wurden, gab es für die Radler Kaffee und leckeren Kuchen.


14. Februar - Jahreshauptversammlung

Viele Teilnehmer waren überrascht, denn erstmals seit 27 Jahren fand die Versammlung nicht unter Vorsitz von H. Böhne statt. Er hatte kurzfristig die Möglichkeit, an einer besonderen Fernreise teilzunehmen. So übernahm der 2. Vorsitzende F. Krüger die Aufgabe an diesem Abend. Die Jahreshauptversammlung verlief wie bei den Heimat- und Gartenbaufreunden gewohnt in geordneten Bahnen.

 

Der bebilderte Jahresbericht von Schriftführerin M. Engelage und der zahlenreiche Kassenbericht von M. Beyer spiegelte ein arbeitsintensives und veranstaltungsreiches Vereinsjahr, in dem das 75. Bestehen gefeiert wurde, wider.

Der 1. Vorsitzende H. Böhne wurde ebenso wie die weiteren zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder und Beisitzer einstimmig in ihren Positionen für zwei Jahre wiedergewählt.

Die Mitglieder wurden über die zukünftigen Veranstaltungen informiert. In der Planung sind noch eine mehrtägige Vereinsreise zur Bundesgartenschau in der Havelregion, eine Radtour ins Wesertal und eine Nachmittagstour zu den Heeresfliegern nach Bückeburg.

Zum Ende der Versammlung ehrte die Vereinsspitze zahlreiche Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft und überreichte Urkunden sowie Anstecknadel:

für 25 Jahre - silberne Ehrennadel
K. Brunschütte
R. Brunschütte
E .Kölling
U. Niermeyer
D. Olm
für 40 Jahre
M. Hoppmann
für 50 Jahre - goldene Ehrennadel
H. Koschnitzki
G. Lohmeier
H. Schekelmann

Im weiteren Verlauf des Abends las H. Möller aus dem plattdeutschen Buch "Rund ümme Matten" vor und sorgte so für Heiterkeit beim Publikum. Mit Interesse schauten die Heimat- und Gartenfreunde einen ca. 40-minütigen Film vom letzten Blumenkorso im September 1995. Dabei wurden Erinnerungen wach und einige Anwesende konnten sich im Film - fast 20 Jahre jünger - wiedererkennen.


10. Januar - Grünkohlessen und Preisknobeln

34 Mitglieder des Heimat- und Gartenbauvereins Hille trafen sich am 10. Januar im Vereinslokal „Zum Timpen“ zum Grünkohlessen und Preisknobeln.

 

Bevor eifrig geknobelt wurde, war mit Grünkohl und Kartoffeln sowie Mettwürsten und Kassler für Gaumenfreude gesorgt. H. Grannemann wurde nach dem Essen vom Vereinsvorsitzenden H. Böhne zum Grünkohlkönig 2015 gekürt.

Danach wurden neun Tische zum Knobeln vorbereitet. Die Tischpartner wurden vor jedem der drei Spiele ausgelost. Ein Spiel umfasste 25 Versuche mit jeweils maximal drei Würfen. Die Ergebnisse wurden tischweise aufgeschrieben und bis zur Siegerehrung geheim gehalten.

 

Mit 834 Punkten führte R. Eschedor im ersten Spiel vor H. Wilhelmy (823 Punkte). Im zweiten und dritten Spiel erreichte der Grünkohlkönig H. Grannemann jeweils die Höchstpunktzahl mit 963 bzw. 876 Zählern und sicherte sich mit insgesamt 2426 Punkten den dritten Platz.

 

E. Horstmann würfelte nur drei Punkte mehr und wurde Zweite. Am Ende siegte H. Wilhelmy durch drei konstant gute Spiele und einer Gesamtzahl von 2466 Punkten.

 

Vor der Siegerehrung dankte Vorsitzender H. Böhne allen Anwesenden für ihre Teilnahme und erwähnte die Hiller Geschäftsleute, die wieder einmal Einkaufsgutscheine und Waren gespendet hatten.

Anschließend durfte sich jeder Teilnehmer - vom Erstplatzierten bis zum Letztplatzierten – einen Gewinn aussuchen.

rechtes Foto: E. Horstmann (Platz 2), H. Grannemann (Grünkohlkönig 2015 und 3. Platz), H. Böhne und Sieger H. Wilhelmy